Lichtbogen Feuerzeug (Plasma & Tesla Lighter) | Infos & Preisvergleich

Lichtbogen Feuerzeug (Plasma & Tesla Lighter) | Infos & Preisvergleich

Ein Plasmafeuerzeug erzeugt Feuer, indem es einen elektrischen Funkensprung (Lichtbogen) zwischen zwei Elektroden erzeugt. Dadurch benötigt es weder Gas noch Benzin, ist per USB aufladbar und brennt bei jedem Wind und Wetter.

Die Vorteile von Plasmafeuerzeugen

Ein Plasmafeuerzeug hat im Vergleich zu normalen Feuerzeugen eine ganze Reihe an Vorteilen. Neben der schönen Optik des Lichtbogens funktioniert es auch bei starkem Wind, was besonders für Outdoor-Anwendungen praktisch ist. Einige Modelle sind sogar komplett wasserdicht und für Temperaturen von -10 °C bis +50 °C geeignet.

Zudem benötigen Plasmafeuerzeuge weder Gas noch Benzin und können je nach Modell und Brenndauer mit einer Akkuladung zwischen 100 - 500 Mal verwendet werden. In nur 90 Minuten sind die meisten Feuerzeuge per USB wieder aufgeladen.


Ein Lichtbogen entsteht, wenn zwei gegensätzlich geladene Elektroden nah genug aneinandergehalten werden. Die Spannung der zwei Energiepotenziale möchten sich ausgleichen, was mit genügend Energie auch über eine kurze “Luftstrecke” möglich ist.

Dies führt zu einer Ionisierung der Luftteilchen, wodurch die Luft selbst elektrisch leitfähig wird (Gasentladung). Das Ergebnis ist der deutlich sichtbare Plasmabogen zwischen den beiden Elektroden. Plasmafeuerzeuge verwenden meistens eine Gleichstromspannung, Wobei Lichtbögen auch bei Wechselstrom entstehen.


Was ist Plasma?

Die Entstehung von Plasma basiert auf dem simplen physikalischen Prinzip, dass Materie ihren Aggregatzustand verändert sobald ihr Energie zugeführt wird. Festes Material wird erst Füßigkeit und dann Gas. Mit noch mehr Energie ionisieren sich die Gasmoleküle und gehen in den Plasmazustand über. Dies ist der vierte Aggregatzustand von Materie.

Das Plasma wurde erst 1928 von Irving Langmuir entdeckt, obwohl es in unserer Umwelt keine Seltenheit ist. Tatsächlich ist ein Großteil der sichtbaren Materie im Universum im Plasmazustand. Auf der Erde ist ein typisches Vorkommen der Blitz und die Nordlichter an der Arktis. Während einer Sonnenfinsternis kann man rund um die Sonne einen Ring aus Plasma beobachten.


ENeben dem individuellen Design unterscheiden sich Plasmafeuerzeuge in einigen Qualitätsmerkmalen. So gibt es zum Beispiel einfache und doppelte Lichtbögen (Dual- und Single-Arc). Doppelte Lichtbögen benötigen mehr Strom und haben eine entsprechend kürzere Akkulaufzeit.

Dafür sehen sie “cooler” aus und funktionieren auch dann noch, wenn ein Lichtbogen ausfällt. Ansonsten besitzen Plasmafeuerzeuge im Preissegment zwischen 20 € - 30 € eine sehr ähnliche Qualität. Empfehlenswerte Marken sind Tesla-Lighter, Padgene und Arc.


Sind Lichtbogen Feuerzeuge gefährlich?

Lichtbögen mit hoher Spannung können lebensgefährlich sein. Ein Plasmafeuerzeug mit nur 3,7 - 5 V schafft das natürlich nicht. Dennoch ist ein Kontakt mit dem Lichtbogen unangenehm, ähnlich wie wenn man eine heiße Nadel berührt. Bei Temperaturen bis zu 1.100 °C, ist dies nicht verwunderlich.

Aber als Elektroschocker oder zur Selbstverteidigung ist es natürlich nicht geeignet. Grundsätzlich können Plasmafeuerzeuge sogar legal im Handgepäck transportiert werden, da sie weder Gas noch Benzin enthalten. Der normale Sicherheitsbeamte muss dies aber nicht immer wissen.

Im Zweifelsfall wird alles, was aussieht, wie ein Feuerzeug konfisziert. Bei einem vergleichsweise teuren Plasmafeuerzeug wäre ein Verlust schmerzlich, weswegen das gute Stück im normalen Gepäck zur Aufgabe besser aufgehoben ist.


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Lichtbogen Feuerzeug selbst bauen

Mit genügend elektrotechnischen Kenntnissen kann man ein Lichtbogen Feuerzeug auch selbst bauen. In diesem Video kann man ein Tesla Feuerzeug Marke Eigenbau in Aktion sehen, das im Gegensatz zu den herkömmlichen Modellen ohne zwei Elektroden auskommt. Eine Bauanleitung gibt es zwar nicht, aber einen Schaltplan.

Wer sich damit nicht auskennt, sollte den Eigenbau lieber lassen. In einem anderen Video kann man sehen, wie ein Plasmafeuerzeug aus einer 9V Batterie gebaut wird. Auch hier ist Vorsicht geboten, denn 9V Batterien können bei unsachgemäßer Verwendung explodieren.


Die Tesla Lighter haben bereits auf ungewöhnliche Art und Weise Aufmerksamkeit erregt. Dabei wurde auf Kickstarter eine Scam-Kampagne gestartet, die ein Tesla-Feuerzeug versprach, das mit nur wenigen Bewegungen aufgeladen werden kann.

Da der Initiator der Kampagne - Mark F. Pauling - anscheinend nur auf einem Stock-Foto existiert und das Schütteln maximal 1/500stel der benötigten Spannung hätte produzieren können, flog der Schwindel schnell auf. Dennoch konnte das selbstladende Tesla Feuerzeug über 5000 Dollar sammeln, bis es von Kickstarter gesperrt wurde.


Anwendungsbereiche für Plasmafeuerzeuge

Beim Wandern

Für alle Outdooraktivitäten ist ein Lichtbogenfeuerzeug bestens geeignet, da es wind- und wetterbeständig ist, nicht nachgefüllt werden muss und zuverlässig funktioniert. Die gut 1000 °C helfen zuverlässig auch bei feuchtem Wetter ein wärmendes Feuer zu entzünden.

Wer länger unterwegs ist, kann das Feuerzeug ohne Probleme mit einem portablen Solarladegerät aufladen, das inzwischen dank GPS, Smartphone und Videokamera eigentlich auf keiner Wandertour mehr fehlen darf. Etwas aufpassen muss man allerdings dennoch. Wenn das Feuerzeug in den Fluss oder auf einen Stein fällt, geht es möglichweise kaputt.

Für härtere Einsätze empfiehlt sich ein "Dual Arc" Lichtbogen Feuerzeug, da im Zweifelsfall zumindest eine Arc noch einen brauchbaren Lichtbogen erzeugen kann.


Beim Entzünden des Feuerwerks ist der Lichtbogen der klare Sieger gegenüber allen herkömmlichen Feuerzeugen. Hauptsächlich, weil es zuverlässig ist und man nicht erst 3-mal am Rad drehen muss, bis vielleicht eine Flamme kommt, die dann von der nächsten Windböe wieder ausgeblasen wird.

Dazu kommt, dass die Flamme eines herkömmlichen Feuerzugs nicht dieselbe Hitze erzeugen kann, wie ein Lichtbogen. Eine Feuerzeugflamme wird ca. 800 °C heiß, was allerdings in der Regel nicht auf die Zündschnur übertragen werden kann, da eine unruhige Hand oder ein leichter Wind die Flamme bewegt und die Hitze hin und her verteilt, anstatt die auf einen Punkt zu konzentrieren.

Das ist deutlich spürbar! Mit einem herkömmlichen Feuerzeug kann es je nach Dicke der Zündschnur 1-3 Sekunden dauern, bis es anfängt zu zischen. Mit einem Lichtbogen zündet die Schnur fast ohne merkliche Verzögerung.


Beim Clubben

Lichtbogenfeuerzeuge sind noch relativ unbekannt. Die meisten haben noch nie eines gesehen, geschweige denn in der Hand gehabt. Umso mehr ist der blau leuchtende Plasmabogen ein echter Hingucker, der garantiert für Gesprächsmaterial sorgt. Wer beim Feiern nach Feuer gefragt wird, kann Punkten, besonders dann, wenn man zum blauen Plasmabogen noch 1 - 2 Anekdoten parat hat.

Zum Beispiel, dass der Plasmabogen nichts anderes ist, als ein kleiner Blitz und denselben physikalischen Effekt verwendet, auf dem auch die romantischen Nordlichter am Süd-Nordpol basieren.

Wer es eher mit einem männlichen Publikum zutun hat, sollte auf keinen Fall auslassen, dass Boing gerade an einem voll funktionsfähigen Plasmaschutzschild arbeitet und an der Universität Stuttgart eifrig an einem gepulsten Plasmatriebwerk für die Raumfahrt forscht. Weiter unten findest du mehr Informationen dazu!


Schon Gewusst?

Plasmahochtöner

Wer ein Plasmafeuerzeug schon mal in Verwendung hatte, kennt den hohen kreischenden Ton. Dieser kann allerdings auch als Lautsprecher verwendet werden, wenn man ihn mit einer Schallwelle moduliert. Auf Youtube gibt es einige interessante Eigenprojekte und Experimente. Das Besondere ist, dass der Plasmahochtöner auch bei extrem hohen Frequenzen (100 kHz) noch einen linearen Frequenzgang hat. Für dass menschliche Ohr ist dies natürlich nicht mehr hörbar, zumindest nicht bewusst.

Leider konnten die Plasmahochtöner noch nicht wirklich in einem homogenen Soundsystem verbaut werden, das einen angenehmen Sound produziert. Gründe dafür sind wohl, dass kaum Chancen auf eine kommerzielle Vermarktung gibt und die Plasmaflamme Ozon produziert, was in höheren Konzentrationen unangenehm riecht und ggf. auch gesundheitschädlich ist.

Mit den heutigen Möglichkeiten könnte man zwar alle negativen Effekte weitgehend ausschalten, bisher ist aber noch kein Plasmalautsprecher weiter als die eigene Hobbywerkstatt gekommen.


Am 17. März 2015 hat Boing ein Patent für ein Plasmaschutzschild angemeldet. Dies soll Militärfahrzeuge von nahe gelegenen Schockwellen schützen, indem es einen Schirm aus Plasma entgegen der schädlichen Energie. Was zunächst erst mal wie eine Scifi Idee aus Star War's klingt, nimmt zumindest in der Theorie immer mehr Gestalt an.

Natürlich gibt es noch einige Hindernisse zu überwinden. Hauptsächlich der übermäßig hohe Energiebedarf, der bei einem solchen Schild zustande kommt und das genaue Timingsystem, das ankommende Schockwellen in Sekundenbruchteilen erkennen und richtig reagieren muss.

Die Patentnummer lautet US8981261 und ist über Google Patente online einsehbar.


Gepulstes Plasmatriebwerk

Der gepulste Plasmaantrieb wurde bereits 1964 von der russischen Sonde "Sond 2" eingesetzt. Bis heute wird der Antrieb vor allem von japanischen und amerikanischen Satelliten und Raumfahrtzeugen verwendet. Der Plasmaantrieb speichert für einen Schubimpuls mehrere kV, die in einem Kondensator gespeichert und später von einer Zündvorrichtung entladen werden.

In Kombination mit einem Treibstoff entsteht eine äußerst starke Lichtbogenentladung, die nur wenige Mikrosekunden anhält. Dabei entsteht ein magnetisches Feld, das mit den Ladungsträgern interagiert und durch die Lorenzkraft auf Geschwindigkeiten von bis zu 36.000 km/h beschleunigt.